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Vom Messen und Maßhalten in der Raumplanung: Können Grüngürtel und Grenzwerte helfen, die Zersiedelung zu verringern?

Datum
10.11.2021
Zeit
14:00 - 16:00
Sprecher
Dr. Jochen A.G. Jaeger
Zugehörigkeit
Concordia University, Montréal (Canada), Department of Geography, Planning and Environment
Serie
IÖR-Forum
Sprache
de
Hauptthema
Umwelt
Andere Themen
Informatik, Bauing., Architektur, Verkehr
Beschreibung
Allen Warnungen und Absichtserklärungen zum Trotz wird die Zersiedelung deutscher Landschaften fortgesetzt. Ein besseres Maßhalten im Sinne der Nachhaltigkeit ist dringend erforderlich. Das Messen der Zersiedelung trägt dazu bei. Erste Resultate aus einem laufenden Projekt zur Wirkung von Grüngürteln zeigen statistisch signifikante Resultate für eine häufigere und stärkere Verringerung der Zersiedelung in Städten mit Grüngürteln als in anderen Städten. Um eine Transformation der Raumplanung in Richtung Nachhaltigkeit voranzubringen, bieten sich quantitative Zielwerte und Grenzwerte an, wie auch in anderen Umweltbereichen. Der Vortrag stellt u. a. ein entsprechendes Projekt aus der Schweiz vor (s. das Buch “Zersiedelung messen und begrenzen” von Schwick et al.). Planer*innen können mit dem Urban-Sprawl-Metrics-Tool (kostenfrei online verfügbar) die Zersiedelung messen, um Planungsalternativen zu vergleichen. Es eignet sich somit als Kontrollinstrument für das Erreichen der Ziel- und das Einhalten der Grenzwerte. Entsprechende Vorschläge für Gesetzestexte auf Bundesebene aus der Schweiz werden vorgestellt. (Angaben zum Buch: Schwick et al. [2018]: Zersiedelung messen und begrenzen. Bristol-Stiftung, Zürich. Haupt-Verlag, Bern.) Co-Referat von Dr. Martin Behnisch (IÖR) Trends der Zersiedelung seit 1990 - Wie gelingt die Reduktion für ein schleichendes und komplexes Umweltproblem? Deutschland zählt einer globalen Studie zur Zersiedelung der Landschaft zufolge zu den Hotspots der Zersiedelung. Ausgehend von diesem Befund werden weitere quantitative Resultate zur Zersiedelung in Deutschland zur Diskussion gestellt. Zunächst wird der Stand der Zersiedelung kleinräumig dargestellt, anschließend die Dynamik von 1990 bis 2014 in den deutschen Planungsregionen aufgezeigt. Das Monitoring der Zersiedelung kann einen Beitrag für die Entwicklung weiterer Lösungsansätze leisten, z. B. für die Festlegung von Zielvorgaben und Grenzwerten sowie für die Bewertung der Wirksamkeit von Maßnahmen und Instrumenten zur Eindämmung der Zersiedelung.
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Letztmalig verändert: 03.11.2021, 17:37:27

Veranstaltungsort

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Veranstalter

Leibniz-Institut für ökologische RaumentwicklungWeberplatz101217Dresden
Telefon
+49 (0)351 46 79-241
Fax
+49 (0)351 46 79-212
E-Mail
IÖR
Homepage
http://www.ioer.de
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