Energie- und Klimadiskurse im Kontext von Stadtentwicklungspolitik – die Fallbeispiele Münster und Dresden
- Datum
- 28.03.2018
- Zeit
- 17:00 - 19:00
- Sprecher
- Cindy Sturm
- Zugehörigkeit
- Universität Freiburg
- Serie
- Dresdner Planerforum
- Sprache
- de
- Hauptthema
- Umwelt
- Andere Themen
- Bauing., Architektur, Umwelt, Wirtschaft, Verkehr, Gesellschaft, Philos., Erzieh.
- Beschreibung
- In den vergangenen Jahren hat die Bundesregierung ambitionierte energie- und klimapolitische Ziele aufgestellt und ein umfangreiches Paket von Gesetzen, Verordnungen, politischen Konzepten und Handlungsempfehlungen geschaffen, um u. a. den „Weg in das Zeitalter der erneuerbaren Energien“ zu ebnen (Energiekonzept 2010, 18). Städten wird dabei als Orte der konkreten Umsetzung der formulierten Ziele eine zentrale Rolle beigemessen. Der Vortrag präsentiert Untersuchungen, die am Spannungsfeld zwischen politischen Bekenntnissen einerseits und tatsächlichen politischen Entscheidungspraktiken andererseits ansetzen und zeigt, dass politische Ziele nicht einfach eins zu eins umgesetzt, sondern stattdessen in unterschiedlichen Kontexten neu verhandelt und ggf. auch transformiert werden. Ausgehend von Foucaults Überlegungen zur Diskurs- und Gouvernementalitätstheorie zeigt die Referentin anhand von Analysen stadtentwicklungspolitischer Diskurse der Bundesregierung sowie der Städte Münster und Dresden, wie unterschiedliche Problematisierungen und Sichtweisen in Bezug auf Energie und Klima deutungsmächtig werden. Daran anknüpfend wird gefragt, wie damit städtische Entscheidungsträger/-innen, aber auch Bürger/-innen in ihrem Handeln angeleitet bzw. im Foucault‘schen Sinne regiert werden, welche Rollen und Verantwortungen ihnen in Bezug auf die Umsetzung von Energie- und Klimazielen zugeschrieben werden und wie sich dies in den jeweiligen Kontexten unterscheidet. Mit dem Fokus auf die Heterogenität und Konflikthaftigkeit energie- und klimapolitischer Wissens- und Werteordnungen leistet dieses Projekt einen wichtigen Beitrag zur Beantwortung der Frage, wie politische Inhalte „wandern“, lokal angeeignet und transformiert werden und warum bundespolitische Zielstellungen trotz eines bestehenden gesellschaftlichen Konsenses nicht immer zur gewünschten Umsetzung führen. Cindy Sturm studierte Geographie sowie Politikwissenschaften und Soziologie in Dresden (Abschluss Dipl.-Geogr.). Im Anschluss daran war sie seit 2010 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Allgemeine Wirtschafts- und Sozialgeographie der TU Dresden beschäftigt. Hier war sie u. a. in Forschungskooperationen zwischen der Universität und dem Stadtplanungsamt der Landeshauptstadt Dresden involviert. Parallel dazu begann das aktuelle Forschungs- und Promotionsprojekt zum Umgang mit der Energiewende und dem Klimawandel in der Stadtentwicklung. Im Jahr 2015 wechselte Frau Sturm mit Prof. Annika Mattissek an die Universität in Freiburg und ist dort seitdem als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Umweltwissenschaften und Geographie tätig. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Stadtgeographie, Politische Geographie und Gesellschaft-Umwelt-Forschung.
Letztmalig verändert: 21.02.2018, 12:18:20
Veranstaltungsort
Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (Saal)Weberplatz101217Dresden
- Telefon
- +49 (0)351 46 79-241
- Fax
- +49 (0)351 46 79-212
- IÖR
- Homepage
- http://www.ioer.de
Veranstalter
Leibniz-Institut für ökologische RaumentwicklungWeberplatz101217Dresden
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